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Stadt Geilenkirchen handelt gezielt und nach gesetzlichen Vorgaben
Stadt Geilenkirchen handelt gezielt und nach gesetzlichen Vorgaben
Freitag, 4. September 2026
Aus verschiedenen Bereichen des Geilenkirchener Stadtgebietes erreichen die Verwaltung derzeit Hinweise auf Rattensichtungen. Eine von der Stadt beauftragte Fachfirma ist bereits tätig. Grundsätzlich können Ratten überall dort auftreten, wo sie Nahrung, Wasser und geschützte Rückzugsorte finden. Die Stadt bittet deshalb darum, Sichtungen auf öffentlichen Flächen möglichst genau zu melden.
Die gesetzlichen Vorgaben für den Einsatz von Rattenbekämpfungsmitteln sind streng. Rattengift darf grundsätzlich nicht vorsorglich und ohne einen zuvor festgestellten Befall ausgelegt werden. Hintergrund sind erhebliche Risiken für Menschen, Haustiere, Wildtiere und die Umwelt. Wirkstoffe können zudem über vergiftete Nagetiere in die Nahrungskette gelangen.
Zunächst wird der Befall ermittelt, dann wird gezielt bekämpft
Deshalb wird zunächst ermittelt, an welchen Stellen tatsächlich ein Befall vorliegt. Dazu setzt die beauftragte Fachfirma unter anderem Monitoring- beziehungsweise Detektionsköder ein und kontrolliert diese regelmäßig. Bestätigt sich der Befall, schließt sich kurzfristig die gezielte Bekämpfung nach den geltenden gesetzlichen Vorgaben an.
„Wir nehmen jede Meldung ernst und lassen die jeweilige Situation fachgerecht überprüfen. Gleichzeitig dürfen wir Rattengift nicht einfach vorsorglich und flächendeckend im gesamten Stadtgebiet auslegen. Unser Vorgehen folgt deshalb einem klaren Ablauf: Hinweise aufnehmen, einen Befall feststellen und anschließend dort gezielt bekämpfen, wo es erforderlich und rechtlich zulässig ist“, erklärt der zuständige Amtsleiter Gort Houben.
Während der Kontrollen und der anschließenden Bekämpfung können vorübergehend weiterhin oder auch vermehrt Ratten wahrgenommen werden. Die Arbeiten können Tiere aus ihren Verstecken aufscheuchen. Zudem wirken die üblicherweise verwendeten Bekämpfungsmittel zeitverzögert. Eine vorübergehend höhere Zahl von Sichtungen bedeutet daher nicht zwangsläufig, dass die eingeleiteten Maßnahmen erfolglos sind oder der Bestand weiter zunimmt.
Sichtungen möglichst genau melden
Rattensichtungen auf öffentlichen Flächen können über den Mängelmelder der Stadt Geilenkirchen oder per E-Mail an bauhof@geilenkirchen.de gemeldet werden.
Hilfreich sind eine möglichst genaue Ortsangabe sowie Angaben zur Zahl der beobachteten Tiere, zum Zeitpunkt der Sichtung und zu möglichen Auffälligkeiten wie Erdlöchern, Laufwegen oder frei zugänglichen Nahrungsquellen. Auch ein Foto der Örtlichkeit kann die Bearbeitung erleichtern. Je genauer eine Meldung ist, desto gezielter kann die Fachfirma tätig werden.
Auf privaten Grundstücken liegt die erforderliche Kontrolle und Bekämpfung grundsätzlich in der Verantwortung der jeweiligen Eigentümerinnen und Eigentümer beziehungsweise Verfügungsberechtigten.
Die Stadt bittet darum, aufgestellte Köderstationen weder zu berühren noch zu versetzen. Kinder und Haustiere sollten von diesen Bereichen ferngehalten werden. Tote oder offensichtlich geschwächte Tiere sollten ebenfalls nicht angefasst, sondern der Stadt gemeldet werden.
Vorbeugung ist besonders wichtig
Eine Bekämpfung allein kann die Rattenpopulation nicht dauerhaft reduzieren, solange die Tiere ausreichend Nahrung und Unterschlupfmöglichkeiten finden. Die Stadt bittet deshalb alle Bürgerinnen und Bürger um Unterstützung:
- Speisereste nicht über Toilette oder Ausguss entsorgen
- Abfälle ausschließlich in geschlossenen Behältern lagern
- Müll und Gelbe Säcke möglichst erst kurz vor der Abholung bereitstellen
- Gekochte Speisen und tierische Lebensmittel nicht auf den Kompost geben
- Tier- und Vogelfutter nicht offen stehen lassen
- Enten, Tauben und andere Wildtiere nicht füttern
- Fallobst, Essensreste und Abfälle zeitnah beseitigen
- Kelleröffnungen und andere mögliche Gebäudezugänge sichern
- Gerümpel, dichten Bewuchs und andere mögliche Unterschlupfmöglichkeiten kontrollieren
„Ratten orientieren sich nicht an Stadtteilgrenzen. Sie finden vor allem dort gute Lebensbedingungen, wo Nahrung und geschützte Rückzugsorte vorhanden sind. Deshalb ist neben der gezielten Bekämpfung die Mithilfe der Bevölkerung ein entscheidender Baustein“, betont Gort Houben.
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