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Flüchtlingsarbeit in Geilenkirchen

Hier kommen Sie zur Seite, die über Flüchtlingsarbeit in Geilenkirchen informiert. Diese wird betrieben vom Jugendhaus "Franz-von-Sales".

Errichtung einer Klimaschutzsiedlung in Geilenkirchen

Ein großer Teil des jährlichen Wärmeenergiebedarfs in Deutschland ist auf den Betrieb von Gebäuden, insbesondere auf die Erzeugung von Raumwärme und Warmwasser  zurückzuführen. Die Errichtung von besonders energieeffizienten Neubauten und die Sanierung des Gebäudebestandes können daher in erheblichem Umfang dazu beitragen, dass die CO2-Emissionen pro Einwohner  zukünftig abnehmen. Um in diesem Bereich große Fortschritte zu erzielen, wurde von der Energieagentur Nordrhein-Westfalen das Förderprogramm  „100 Klimaschutzsiedlungen“ ins Leben gerufen. Das Besondere an diesem Programm ist es, dass nicht die Errichtung oder Sanierung einzelner Gebäude sondern ganzer Siedlungen gefördert wird, sofern ein besonders hohes energetisches Effizienzniveau angestrebt wird. Um dieses Niveau zu erreichen, dürfen alle Technologien, die zur CO2-Einsparung geeignet sind, eingesetzt werden. Somit ist es den Planern möglich, passend zum individuellen Siedlungskonzept die geeigneten Technologien für die einzelnen Bauelemente und die Energieversorgung auszuwählen.

Auch in Geilenkirchen entsteht eine solche Klimaschutzsiedlung und zwar auf einem Gelände an der Straße im Gang im Ortsteil Bauchem. Bauherr ist die Franziskus gGmbH. Bei der Klimaschutzsiedlung handelt es sich um ein Sozialzentrum, das im Passivhausstandard errichtet und neben barrierefreien Wohneinheiten, einem Alten- und Pflegezentrum auch ein Quartierszentrum enthalten wird.

Die Siedlung wird in 2 Bauabschnitten errichtet. Der erste Bauabschnitt wird bis Ende des Jahres 2018 auf dem Gelände westlich der Sankt Josephskirche errichtet. Der Bau des zweiten Abschnittes erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt nach Fertigstellung des ersten Bauabschnittes.

In den folgenden Kapiteln berichten wir über den Stand der Bauarbeiten. Außerdem können Sie sich darüber informieren, was unter einem Passivhaus zu verstehen ist.
Klicken Sie hierzu auf die jeweiligen Überschriften.

Was ist ein Passivhaus ?

Passivhäuser sind stets so konzipiert, dass die einfallende Sonnenstrahlung und die im Inneren vorhandenen Wärmequellen (Personen, Abwärme von technischen Geräten, …)  maßgeblich zur Bereitstellung von Raumwärme beitragen. Ein Gebäude, das nach dem Baukonzept Passivhaus errichtet wurde, wird also „passiv“ beheizt. Dies wird vor allem durch die Gebäudeausrichtung, eine kompakte Bauform, eine hochwärmegedämmte und möglichst dichte Außenfassade sowie durch eine besonders effiziente Lüftungstechnik mit Wärmerückgewinnung ermöglicht. Zur Abdeckung des Spitzenwärmebedarfs  können mit fossilen Energieträgern betriebene Heizungsanlagen mit relativ kleiner Leistung ergänzt werden. Gemäß dem Passivhausstandard des Passivhaus Institutes in Darmstadt darf der Jahresbedarf an Wärmeenergie aus fossilen Quellen den Wert von 15 Kilowattstunden pro Quadratmeter nicht überschreiten. Das entspricht ungefähr  der Wärmemenge, die beim Verbrennen von 1,5 Liter Heizöl freigesetzt wird.

Gebäude, die nach dem Baukonzept „Passivhaus“ erbaut oder saniert werden, ermöglichen einen Gebäudebetrieb ohne oder mit einem nur sehr geringen Bedarf an Wärmeenergie aus fossilen Energieträgern. Die tatsächlich erforderliche Menge an Wärmeenergie aus fossilen Quellen des Gebäudebetriebs hängt aber neben der Gebäudekonstruktion auch maßgeblich vom Nutzerverhalten ab. Wichtige Einflussfaktoren in diesem Zusammenhang sind z. B. die gewünschte Raumtemperatur und das Lüftungsverhalten.

Durch die Anwendung des Passivhaus – Konzeptes lassen sich zukünftig nicht nur erhebliche Mengen an Treibhausgas – Emissionen einsparen. Wer ein besonders energieeffizientes Gebäude errichtet, ist später auch weniger von Energiepreissteigerungen betroffen. Neben dem geringen Energiebedarf weist das Konzept Passivhaus noch weitere Vorteile auf: So sorgt die hochwärmegedämmte Außenfassade für ein behagliches Klima und für eine annähernd gleichbleibende Raumtemperatur im gesamten Jahresverlauf. Da die Außenwände auch im Winter nicht auskühlen, ist die Bildung von Schimmel im Innenraum unwahrscheinlich. Sofern die Lüftungsanlage ordnungsgemäß gewartet wird, ist die Luftqualität nachweislich höher als im Fall des manuellen Lüftens durch das Öffnen der Fenster.

Stand der baulichen Errichtung - Bericht vom 27.07.2017

  • Der offizielle erste Spatensich im Mai 2017

    Der offizielle erste Spatensich im Mai 2017

Am 19. Mai fand bei regnerischem und kühlem Wetter der Spatensicht  für den ersten Bauabschnitt statt. Trotz des Wetters waren zahlreiche Personen  dabei, als ganz offiziell mit den Bauarbeiten begonnen wurde.

  • Die Baugrube Mitte Juli 2017

Aktuell befindet sich dort, wo einmal der erste Bauabschnitt fertiggestellt werden soll, eine Baugrube.  Diese wird später einmal den Keller des Gebäudekomplexes bilden.

Der nächste nun anstehende Schritt ist die Erstellung der Bodenplatte. Damit später so wenig wie möglich Wärme über die Gebäudehülle verloren geht, erhält die Bodenplatte auf der dem Erdreich zugewandten Seite eine flächendeckende Wärmedämmung aus druckfestem und feuchtigkeitsbeständigem Polyurethan. Um das verwirklichen zu können, bedarf es der folgenden Arbeitsschritte: Zunächst wird ein Kiespolster auf dem Boden der Baugrube eingebracht. Dieses dient der Nivellierung des Untergrundes. Darauf werden die Dämmplatten verlegt und die entstehenden Dämmschicht wird abschließend mit einer Folie bekleidet. Anschließend werden die Bewehrungseisen aufgestellt, danach kann die eigentliche Bodenplatte betoniert werden. 

Stand der baulichen Errichtung - Bericht vom 31.08.2017

Im Anschluss an eine kurze Sommerpause wurde mit der Betonierung der Kellerwände begonnen. Diese Arbeiten sind inzwischen nahezu vollständig abgeschlossen. Auf den Bildern erkennt man an verschiedenen Stellen noch  die Schalungen , in die der flüssige Beton eingefüllt wurde. Zu sehen ist außerdem ein Bitumenanstrich, der zurzeit auf der Außenwand aufgebracht wird. Hierbei handelt es sich um zusätzliche Abdichtungsmaßnahme, die aber nicht unbedingt erforderlich ist, da wasserundurchlässiger Beton verwendet wurde. Sobald der Anstricht vollständig aufgebracht wurde, wird die Wärmedämmung (Perimeterdämmung) auf der Kelleraußenwand aufgebracht. 

Baustelle (Stand 31.08.2017)

Baustelle (Stand 31.08.2017)

Kelleraußenwand mit Bitumenanstrich, zu erkennen sind außerdem noch die Schalungsplatten an den Innenwänden

Kelleraußenwand mit Bitumenanstrich, zu erkennen sind außerdem noch die Schalungsplatten an den Innenwänden

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