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ZWAR Netzwerk in Geilenkirchen

Mittwoch, 28. November 2018

Aufbau eines selbstorganisierten ZWAR Netzwerks in Geilenkirchen – Angesprochen sind Menschen im Alter von 55 bis 70 Jahren

Der erste entscheidende Schritt, ein ZWAR Netzwerk für Menschen von 55 bis 70 Jahren in der Innenstadt von Geilenkirchen, Hünshoven und Bauchem aufzubauen, ist vollbracht. Und zwar mit der Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung zwischen der Stadt Geilenkirchen, dem Caritasverband für die Region Heinsberg und der Franziskusheim gGmbH zur Durchführung des Projekts. ZWAR steht als Abkürzung für Zwischen Arbeit und Ruhestand.

 

Die Vereinbarung unterzeichneten im Sitzungssaal des Rathauses Geilenkirchen Erster Beigeordneter Herbert Brunen, Gottfried Küppers, Vorstand des Caritasverbandes, und Hanno Frenken, Geschäftsführer der Franziskusheim gGmbH. „Wir sind dankbar, dass wir Kooperationspartner gefunden haben, um hier in Geilenkirchen das Seniorennetzwerkt ZWAR zu gründen“, erklärte Brunen. Die Stadt sei damit Vorreiter in der Region Aachen. Man habe hausintern überlegt, etwas für Menschen in der Altersgruppe 55 Plus zu initiieren. Es gehe darum, dass die Menschen, die sich gerade im Ruhestand befinden und solche, die sich auf den Ruhestand vorbereiten, zusammentun, um gemeinsam in Eigeninitiative, unabhängig von einer Vereinsbindung und festen Strukturen Aktivitäten entwickeln. Die weiteren Erläuterungen überließ er Barbara Thierhoff, Mitarbeiterin ZWAR Zentralstelle NRW, die den Projektaufbau beratend begleitet. Bei ZWAR handele es sich um den Aufbau eines selbstorganisierten Netzwerks, mit dem man Menschen erreichen wolle, die selber bestimmen möchten, was sie im Ruhestand machen wollen. Im ersten Jahr werde das Projekt begleitet von Nicole Abels, Gemeindesozialarbeiterin des Caritasverbandes, und Melanie Hafers-Weinberg, Quartiersentwicklerin Franziskusheim, erklärte sie.

 

In den letzten 35 Jahren seien in ganz NRW über 210 ZWAR-Netzwerke entstanden, die sich in ihrer Struktur und im Aufbau gleichen würden. Zu Beginn stehe immer eine Netzwerkgründungsveranstaltung. Die Menschen, die sich dort für die ZWAR-Idee begeistern, würden sich dann regelmäßig in Basisgruppen treffen, wo Aktivitäten und Projekte geplant und abgesprochen würden, so Thierhoff. Jedes Netzwerk habe die Möglichkeit an das gesamte Netzwerk NRW angebunden zu sein und von Qualifizierungen und Treffen zu profitieren. Sie erklärte, dass die

Netzwerkgründungsveranstaltung in Geilenkirchen auf Dienstag, 22. Januar, um 19 Uhr in der Aula der Städtischen Realschule Geilenkirchen terminiert ist. Hierbei handelt es sich um eine zentrale Informationsveranstaltung, zu der rund 3100 Menschen zwischen 55 und 70 Jahren eingeladen werden. Danach gibt es einer erstes Treffen der ZWAR Basisgruppe als Kerngruppe am Mittwoch, 6. Februar, um 18.30 Uhr im Franziskusheim Geilenkirchen. Die Basisgruppe wird sich dann kontinuierlich alle 14 Tage treffen. In der Basisgruppe finden sich dann Menschen zu Aktivitäten wie Reisen, Ausflüge, Bewegung, soziales Engagement und Kultur zusammen.

„Ein Jahr findet eine hauptamtliche Begleitung seitens von Frau Abels und Frau Hafers-Weinberg statt“, erläuterte Barbara Thierhoff. Ab dem dritten Treffen soll es einen Moderator der Gruppe geben. „Wir haben festgestellt, dass das ZWAR Netzwerk mit seinen Basisgruppen ein wichtiger Baustein für die Quartiersarbeit ist“, sagte Thierhoff. Oftmals würden Nachbarschaftshilfen wiederhergestellt, einer Singularisierung werde vorgebeugt.

All dies erläuterte sie auch im anschließenden Multiplikatorentreffen, zu dem Vertreter von Vereinen, Banken, Schulen, Kindergärten und Parteien eingeladen waren. Schnell wurde deutlich, dass diese dem ZWAR Netzwerk aufgeschlossen gegenüber stehen, es als Ergänzung zu den bestehenden Angeboten verstehen.  Die Vertreter entwickelten bereits Anregungen sowie Ideen für mögliche Kooperationen,  Zusammenarbeit und Vernetzung. Thierhoff betonte, dass das ZWAR Netzwerk im Idealfall Teil einer Gesamtstruktur, bestehend aus Kommune, Vereinen, Initiativen, Projekten, Kirchengemeinden, sozialen Einrichtungen und Wohlfahrtsverbänden, sei. Es ermögliche die Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements, eine lebendige Nachbarschaft, Lebensqualität im vertrauten Umfeld bis ins hohe Alter sowie eine nachhaltige Beteiligungskultur, unterstrich sie noch.

 

Weitere Informationen zum ZWAR Netzwerk gibt es bei folgenden Ansprechpartnern: Christoph Nilles, Markt 9 in Geilenkirchen, Tel. 02451-629326, E-Mail Christhoph.Nilles@geilenkirchen.de, Nicole Abels, Konrad-Adenauer-Straße 196 in Geilenkirchen, Tel. 02451-4820889, E-Mail gsa-gk@caritas-hs.de und Melanie Hafers-Weinberg, Im Gang 49 in Geilenkirchen, Tel. 02451-9111333, E-Mail mhw@quartier-bauchem.de. Allgemeine Informationen finden sich unter www.zwar.org.

(Quelle:Caritasverband für die Region Heinsberg e.V.)

Bild:

Anwesend bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung waren Christoph Nilles vom Jugend- und Sozialamt,  Hanno Frenken, Geschäftsführer der Franziskusheim gGmbH, Melanie Hafers-Weinberg, Quartiersentwicklerin Franziskusheim, Barbara Thierhoff, Mitarbeiterin ZWAR Zentralstelle NRW, Herbert Brunen, Erster Beigeordneter der Stadt Geilenkirchen, Gemeindesozialarbeiterin Nicole Abels des Caritasverbandes und Gottfried Küppers Vorstand des Caritasverbandes (v. l.).  Text und Foto: Eva Weingärtner

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